Musikfahrt 2018: Kunst & Geselligkeit

Für die Musik-AGs des PNG ist die Musikfahrt am Anfang jedes Kalenderjahres ein absolutes Highlight. Eine Woche lang fahren SchülerInnen jeder Klassenstufe zusammen nach Colditz in die Landesmusikakademie Sachsen und die angrenzende Jugendherberge, um dort intensiv musizieren zu können. Für ältere SchülerInnen ist die Musikfahrt eine Tradition, die in ihren Erinnerungen fest mit den guten Schulzeiten verbunden ist.


Erschienen in Ausgabe 01/2018 (Januar) | von Nelly Homeyer

Der Ablauf der Musikfahrt ist ritualreich und schreibt von morgens bis abends ein volles Programm vor:

Um halb acht wird man von anderen SchülerInnen mit einem selbst einstudierten Stück geweckt.

Nachdem sogar die schläfrigsten Schüler – trotz fehlender Ermahnung seitens der Eltern – es geschafft haben aufzustehen, wird in zwei Schichten gefrühstückt. Im Laufe der Woche gab es hier durch einige Geburtstage Anlass zum Singen.

Nach dem Frühstück finden alle offenen Ensembles statt, die nur auf der Musikfahrt angeboten werden. Hier haben SchülerInnen die Möglichkeit, Basiskenntnisse des Gitarrenspiels zu erlernen, ihre Stimmen weiterzubilden oder mit anderen Bläsern zu spielen. Um 10:30 Uhr beginnen die Proben der festen AGs, in denen sich die SchülerInnen unter Anleitung der LehrerInnen auf die kommende Darbietung beim Großen Musikabend vorbereiten. Gegen halb eins gibt es Mittagessen und anschließend eine Pause bis kurz nach 14:00 Uhr, wobei die Stundenpläne der SchülerInnen je nach AG und Wahlkurs variieren. In den folgenden beiden Blöcken treffen sich erneut die festen Ensembles und greifen das am Vormittag Gelernte wieder auf. Vor dem Abendessen treffen sich die MusikerInnen noch einmal in ihren offenen Ensembles und freunden sich mehr und mehr mit den neuen Instrumenten bzw. der neuen Konstellation an. Gesättigt begeben sich einige TeilnehmerInnen noch zu einem der beiden Tanzkurse – beide von SchülerInnen für SchülerInnen angeboten und im Ergebnis wie jedes Jahr eine wunderbare Unterhaltung für die TänzerInnen wie auch für das Publikum. Der Tag wird schließlich mit einer Vollversammlung im Kammermusiksaal abgeschlossen, die genutzt wird, um gemeinsam zu singen und Organisatorisches zu besprechen.

Um 22 Uhr läuten die LehrerInnen die Nachtruhe ein, indem sie in den Gängen ein Gutenachtständchen zum Besten geben. Doch nicht jede/r SchülerIn lässt sich von diesen süßen Melodien in den Schlaf wiegen und so kommt es dazu, dass der Tag der LehrerInnen mit nächtlichen Rundgängen und Ermahnungen zu Ende geht. Für besonders ungehorsames Verhalten seitens der SchülerInnen werden sogenannte „Eiapopeia-Punkte“ verteilt, auf Grund derer erzieherische Maßnahmen ergriffen werden. Dies passiert allerdings selten.

 

Abweichungen von diesem Alltag finden sich in der Tontechnik: Da das nötige Equipment aus der Schule mitgenommen wird, besteht die erste Aufgabe darin, dieses in der Musikakademie aufzubauen. In den nächsten Tagen werden dann vier der Ensembles von der Tontechnik betreut. Außerdem ist die Musikfahrt eine Möglichkeit, Theorieunterricht zu bekommen und Prüfungen für die nächste Stufe abzulegen. Deshalb sind die Mitglieder vielbeschäftigt. Nach dem Gala-Abend am letzten Tag wird das ganze Equipment abgebaut und am Freitag mit Hilfe aller wieder in den Transporter geladen.

In der Freizeit zwischen den Proben gehen die FahrtenteilnehmerInnen außergewöhnlich oft einkaufen oder verspeisen das Gekaufte. Es soll immer wieder zu besonderen Ausgüssen von Fleiß kommen, die die Schüler in private Proben und in einigen Fällen sogar zu Solo-Acts beim Gala-Abend treibt. Ansonsten wird ausgelassen herumgetobt, lauthals Karten gespielt und es geht besonders in den ersten Tagen kunterbunt zu. Ab Mittwoch setzt dann auch langsam die Erschöpfung ein und man findet in der Mittagspause zunehmend SchülerInnen schlafend vor. Von dieser Müdigkeit ist abends aber niemandem etwas anzumerken.

Der eben erwähnte Gala-Abend und die Party danach sind der krönende Abschluss der Musikfahrt.

Hier werden mit Freigetränken und Tanz zu Nikkis Technomixen eine gelungene Woche, die Kunst der Musik und die Geselligkeit gefeiert. Die SchülerInnen des Jahrgangs 2000 erleben diesen Abend zum letzten Mal und müssen Abschied nehmen. Die jüngeren SchülerInnen freuen sich schon im Bus auf das nächste Jahr und die vielen unvergesslichen Erinnerungen, die sie sammeln werden.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden sie beim großen Musikabend der Schul- und Elterngemeinschaft präsentieren, der jedes Jahr ein großer Erfolg ist.

     

 

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